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Wochenbett - Hebammenbegleitung

Folgender Text wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Hebamme und Trauerbegleiterin Renate Mitterhuber, MSc zur Verfügung gestellt. Renate begleitet seit vielen Jahren Frauen, deren Kinder fehl- oder todgeboren wurden. www.betreuungnachdergeburt.at

...wenn ihr Baby gestorben ist


Der Tod trifft uns fast immer unvorbereitet. Es scheint so unfair, dass dieses Kind nie den Himmel und die Sonne sehen wird und das Erwachen der Natur im Frühling, dass wir es nicht in unseren Armen wiegen dürfen, dass wir nicht erleben dürfen, wie es heranwächst und seine Erfahrungen im Leben macht.

Mit unseren Kindern sterben unsere Träume, Hoffnungen und Vorstellungen für unser weiteres Leben. Es stirbt ein Teil von uns.

Sie haben ihr Kind geboren und mussten ohne es nach Hause gehen. Selbst in dieser traurigen Zeit müssen Sie an sich selbst denken. Neben der Wunde in ihrem Herzen, haben Sie auch eine Wunde in der Gebärmutter. Sie haben wie jede Frischentbundene Blutungen und nach drei Tagen den meistens auch einen Milcheinschuss. Ihr Beckenboden muss sich von den Anstrengungen erholen. Das heißt, Sie sollten sich ein paar Tage schonen, damit Sie sich körperlich erholen können.

Ich komme in dieser Zeit jeden Tag zu Ihnen und betreue Sie rundum zu allen Fragen. Ich helfe Ihnen, sich im Wochenbett zu organisieren und vor allem unterstütze ich Sie bei der Trauerarbeit um ihr verstorbenes Baby. Dazu gehört auch die Organisation und Vorbereitungen eines Begräbnisses, Umgang mit Geschwisterkinder zum toten Baby, und die Aussendung der Geburtsanzeigen/Todesanzeigen.

Die ambulante Betreuung wird von der Krankenkasse voll bezahlt (nach einer Totgeburt), wenn Sie innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt nach Hause gegangen sind, kann ich Sie maximal 12 mal besuchen, verlassen Sie das Spital vor dem 4. Tag nach der Geburt kann ich Sie maximal 7 mal besuchen, alle Besuche werden von der Krankenkasse übernommen.

Buchtipp: Gute Hoffnung jähes Ende von Hannah Lothrop (Kösel Verlag)